Die Macht der Hormone

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Wie die Botenstoffe unseren Körper steuern

Auch wenn wir ganz entspannt ruhen oder tief und fest schlafen: Der menschliche Körper steht niemals ganz still. In seinem Inneren passieren in jeder Sekunde unzählige Abläufe, die wir nicht bewusst bemerken. Was dahinter steht? Hormone, die als chemische Botenstoffe alle biologischen Prozesse regeln und beeinflussen.

 

Als Spezialisten am Werk

Dass das Nervensystem unzählige Aufgaben im Körper übernimmt, ist vielen bekannt. Ähnlich verhält es sich mit dem Hormonsystem, das eng mit dem Nervensystem zusammenarbeitet. Hormone bestimmen unter anderem, ob wir groß werden oder klein, ob wir schlank oder füllig von Statur sind, wie viele Haare oder Pickel wir haben. Im Detail dienen Hormone dazu, Signale im menschlichen Organismus zu übertragen. Ob Stoffwechsel, Verdauung, Durst, Hunger, Fortpflanzung, Wachstum, Stress oder Herzklopfen  dafür sind auch eigene Hormone verantwortlich. Sie werden „auf Nachfrage“ von Drüsen, Zellen oder Geweben produziert und übermitteln im Körper innerhalb von Sekunden oder wenigen Tagen ihre Botschaft. Nach getaner Arbeit werden sie abgebaut und anschließend über Leber oder Niere ausgeschieden.

 

Ein komplexes System

Damit körpereigene Abläufe reibungslos funktionieren, muss der Blutspiegel der einzelnen Hormone ständig angepasst werden. Dafür werden die Werte immer Glücksgefühle: Für jeden dieser Bereiche wieder „abgefragt“, und spezielle Regulationszentren, wie das Zwischenhirn, richten die Hormonproduktion nach den jeweiligen Ergebnissen aus. So lange dies gut eingespielt ist und funktioniert, spüren wir von den hormonellen Aktivitäten kaum etwas, fühlen uns wohl und fit. Doch schon kleine Abweichungen können erhebliche Störungen oder sogar Erkrankungen verursachen. Ein klassisches Beispiel dafür sind die Wechseljahre, in denen die hormonelle Umstellung eine ganze Reihe von Beschwerden mit sich bringen kann. Fehlt beispielsweise das für den Wasserhaushalt, für die Stabilität von Venen und Knochen sowie für die seelische Ausgeglichenheit zuständige Progesteron, leiden die betroffenen Frauen unter vermehrter Gereiztheit.

 

Bei Männern, die in die Jahre kommen, macht sich die Hormonumstellung nicht unbedingt so abrupt bemerkbar. Aber auch beim vermeintlich starken Geschlecht kann das Fehlen von Botenstoffen bzw. ein sinkender Hormonspiegel zu Energielosigkeit, Gedächtnisschwäche, Schweißausbrüchen und anderen Beschwerden führen.

 

Häufig unterschätzt: das Progesteron

Östrogen, Testosteron, Serotonin – von diesen Hormonen hat fast jeder schon einmal gehört. Doch auch das weniger bekannte Progesteron übernimmt vielfältige Aufgaben, nicht nur bei der Fortpflanzung. Es wird auch Gelbkörperhormon genannt, weil es vor allem im Gelbkörper des Eierstocks hergestellt wird. Von besonderer Bedeutung sind seine Aufgaben im weiblichen Zyklus und während der Schwangerschaft: Progesteron regt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut an, so dass sich die befruchtete Eizelle einnisten kann. In der Schwangerschaft fördert es das Wachstum der Gebärmutter, bereitet die Brust auf das Stillen vor und unterstützt das ungeborene Leben.

 

Doch Progesteron leistet noch weitaus mehr: Es unterstützt den Fettabbau zur Energiegewinnung, fördert die Elastizität von nahezu allen Bindegeweben (z. B. Blutgefäße und Gelenke), verbessert die Stimmung und steigert sogar die Libido. Steht für diese wichtigen Aufgaben nicht ausreichend Progesteron zur Verfügung, bleibt das für die Betroffenen nicht ohne Folgen – spürbar und auch sichtbar.

 

Progesteronmangel kann jede Frau betreffen

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist keine Selbstverständlichkeit. Schon junge Mädchen und Frauen können unter einem Mangel an Progesteron leiden, der übrigens häufiger vorkommt als ein Östrogenmangel. Als typisch gelten folgende Symptome:

  • depressive Verstimmungen und Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Wasserstau im Gewebe
  • Gewichtsprobleme
  • Venenschmerzen
  • aufgeblähter Darm und dicker Bauch
  • Geschwollene Brüste
  • Schwitzneigung und Hitzewallungen
  • Haarausfall
  • ungewollte Kinderlosigkeit
  • Schmerzen bei der Periode, kürzere Zyklen und Zwischenblutungen, stärkere oder schwächere Menstruation.

Auch das PMS, die verbreiteten Verstimmungen und Beschwerden vor der Periode, sind vielfach auf das Hormon Progesteron zurückzuführen – bzw. auf das starke Absinken des Progesteronspiegels.

 

Für die Schönheit und Gesundheit im Alter

Wenn mit dem Einsetzen der Wechseljahre die Hormonproduktion nachlässt, wird der sinkende Progesteronspiegel offenkundig. Denn Wechseljahresbeschwerden werden nicht nur dadurch verursacht, dass der Körper weniger Östrogene produziert. Progesteron und Östrogene stehen in enger Wechselwirkung, sie ergänzen einander. Das gilt vor allem

  • beim Schutz der Gebärmutter und Brust vor Zysten und Krebs
  • im Hinblick auf Ausgeglichenheit und Wohlbefinden
  • beim Schutz der Gefäße
  • zur Vermeidung von Wassereinlagerungen und zur Normalisierung von Bluthochdruck
  • beim Aufbau von Knochenmasse (zur Vermeidung von Osteoporose)
  • bei der Stärkung des Bindegewebes – für eine vitale, straffe Haut
  • bei der Regeneration der Mitochondrien (Zellkraftwerke).

Vor diesem Hintergrund wird in der Altersmedizin intensiv geforscht, was Progesteron in der Prophylaxe und Behandlung künftig leisten kann. Bereits jetzt nutzt man das Hormon, um Schmerzen der weiblichen Brust (Mastodynie) zu behandeln. Und in der Neurologie prüft man, wie sich Progesteron bei degenerativen Nervenerkrankungen therapeutisch nutzen lässt.

 

Weitere „Global Player“

Auch für unsere Alterungsprozesse übernehmen Hormone die Verantwortung. Beispiel Melatonin. Der Körper braucht diesen Botenstoff, damit er Ruhe finden und regenerieren kann. Bei einem Melatonin-Mangel, der unter anderem durch Alkohol oder Nikotin verursacht wird, bleibt die Erholung aus und die Reparaturmechanismen haben keine Chance. Androgene tragen unter anderem zu unserem guten Aussehen bei. Denn diese sog. „männlichen Hormone“, die Frauen ihr Leben lang und länger produzieren als weibliche Hormone, sorgen für ein straffes Bindegewebe. Eine unzureichende Versorgung mit Androgenen hingegen kann sich in schlaffen Konturen und Cellulitis zeigen.

 

Ein Schlüsselfaktor in der modernen Medizin

Die Medizin weiß schon seit Jahren, dass sich viele Gesundheitsprobleme vermeiden lassen, wenn hormonelle Defizite ausgeglichen werden, die typischerweise ab dem 35. Lebensjahr entstehen können. Beispielsweise sinkt das Risiko von Osteoporose, wenn ausreichend Östrogene zur Verfügung stehen, und genügend Wachstumshormon gilt als Voraussetzung für eine ungestörte Zellerneuerung. Man geht mittlerweile davon aus, dass die individuelle Gabe von Vitalstoffen und Hormonen dazu beitragen kann, viele typische Alterskrankheiten zu verhindern.

 

Ein Hormonmangel ist einfach nachweisbar

Bei Verdacht auf einen Progesteronmangel – oder ein Defizit an anderen Hormonen – lässt sich mit Hilfe einer Blutuntersuchung im Labor der individuelle Hormonstatus ermitteln. Wichtig: Grundsätzlich gehören Blutuntersuchungen zur Ermittlung des Hormonstatus und Hormontherapien (auch Cremes!) in die Hände von Experten. Doch mit der täglichen Ernährung kann jeder selbst dazu beitragen, hormonell – und damit körperlich und seelisch – im Gleichgewicht zu bleiben. Unter anderem kommen Soja, Oliven, Avocados, Käse, Thunfisch, Ginseng, Gelee Royale, Kürbiskernöl sowie Fisch- und Olivenöl dem Hormonspiegel zu Gute. Zu viele Kohlenhydrate und Zucker sollten Sie hingegen meiden, sie üben einen negativen Einfluss auf das Hormonsystem aus. Gesundheit und Wohlbefinden gehen also auch hier – in einem gewissen Maß – durch den Magen.

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