Der Kampf mit den Kilos

Schaden die Wechseljahre dem Gewicht?

„Seitdem ich in den Wechseljahren bin, passe ich nicht mehr in meine Hosen rein“ klagt die 55-jährige Monika P., die in den letzten 3 Jahren gut 7 Kilo zugenommen hat. Sie selbst sagt: „Ich esse doch gar nicht mehr als früher“ und schiebt es auf die Hormonveränderungen. Doch sind es tatsächlich die Wechseljahre, die den Zeiger der Waage zum Ausschlagen bringen?

 

Schon ab einem Alter von etwa 20 bis 30 Jahren legen die meisten Frauen (und auch Männern) stetig an Gewicht zu. Bei der einen sind das vielleicht zwei oder drei Kilo in 10 Jahren, bei der anderen das Doppelte im gleichen Zeitraum. Ab dem 50. Lebensjahr ist jedoch bei etwa jeder zweiten Frau zu beobachten, dass die Figur in vergleichsweise kurzer Zeit deutlich fülliger wird.

 

Fett- und Muskelmasse fallen ins Gewicht

Die Wechseljahre führen dazu, dass sich die Zusammensetzung des Körpers massiv verändert. Während die Muskelmasse abnimmt, steigt gleichzeitig der Fettanteil. Das wiederum verursacht ein Problem. Denn Muskeln verbrauchen selbst im Ruhezustand mehr Energie als Fett. Sinkt der Muskelanteil, sinkt auch der so genannte Grundumsatz. Doch damit nicht genug: In der ruhigeren Lebensphase nimmt häufig auch die körperliche Aktivität ab, so werden noch einmal weniger Kalorien am Tag verbrannt. In der Summe benötigt der Körper etwa 230 Kalorien weniger als vor den Wechseljahren. Und wer genau so isst wie früher, isst täglich 230 Kalorien zu viel. Das fällt auf Dauer natürlich ins Gewicht. Man bedenke: ca. 9.000 zu viel verputzte Kalorien bedeuten ca. 1 kg Fettzunahme.

 

Dem Speck den Kampf ansagen

Wer eine Gewichtszunahme in und nach den Wechseljahren vermeiden will, ist mit regelmäßigem Sport auf dem besten Wege. Gelegentliche Fastentage, insbesondere nach üppigem Essen, helfen ebenso wie das so genannten Dinner-Cancelling. Hierbei wird an zwei oder drei Tagen in der Woche nach 16 Uhr nichts mehr gegessen, und als Getränk sind bis zum nächsten Morgen nur Wasser und Kräutertee erlaubt. Diese Form von Intervallfasten kurbelt die Bildung des Wachstumshormons auf natürliche Weise an und fördert so die schlanke Linie. Wer darüber hinaus Gewicht abbauen will, kommt an einer Ernährungsumstellung und Reduktion der täglichen Kalorienzufuhr nicht vorbei. Hungern ist dabei nicht das Ziel, sondern eher die Umstellung auf viel Salat, Gemüse und leichte sowie langanhaltend sättigende Lebensmittel. Und um den Energieverbrauch zu steigern, empfehlen sich sowohl Fatburner-Sportarten (z. B. Walking) als auch Krafttraining zum Muskelaufbau.

 

Alles in gesunden Maßen

Mal etwas mehr, mal etwas weniger: Gewichtsschwankungen sind in einem gewissen Rahmen ganz normal. Extreme Ausschläge, ein kurzfristiger und starker Gewichtsverlust oder –gewinn sollte besser ärztlich abgeklärt werden. Denn grundsätzlich können Gewichtsveränderungen auf körperliche Probleme hinweisen, etwa Fehlfunktionen der Schilddrüse oder ein hormonelles Ungleichgewicht. Für solche und andere Themen ist Ihre Frauenärztin / Ihr Frauenarzt der richtige Ansprechpartner. Bei Fragen und Problemen brauchen Sie also keine Hemmungen zu haben!

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