Prävention ist mehr als Früherkennung

Umfassend vorsorgen mit Ihrem Frauenarzt

Lange Zeit war Prävention gleichbedeutend mit Früherkennung, d.h. man hat beispielsweise im Rahmen der „Krebsvorsorge“ nach Zellveränderungen des Muttermundes oder anderen Auffälligkeiten gesucht. In den letzten Jahren jedoch haben Forschung und Wissenschaft zu vielen innovativen Erkenntnissen geführt. Daraus ist ein weitaus besseres Verständnis für die komplexen Zusammenhänge im weiblichen Körper entstanden.

 

Vorsorge mit ganzheitlichem Ansatz
Heute ist es möglich, viel mehr zur Prävention von Erkrankungen zu tun. Wir wissen mittlerweile, dass die meisten Erkrankungen eine lange Vorgeschichte haben. Die Herausforderung liegt darin, persönliche Gesundheitsrisiken zu erkennen und auszugleichen, Veränderungen so früh und so gezielt wie möglich zu begegnen. Darin besteht gleichzeitig eine große Chance – auf mehr Gesundheit bis ins hohe Alter.

 

Immer mehr Frauen verstehen dies. Sie wollen ihren eigenen Beitrag leisten und entscheiden sich für einen bewussten Lebensstil. Gleichzeitig stellen sie sich die kritische Frage, ob die gesetzlichen Standardleistungen wirklich immer ausreichen. Schließlich ist die Medizin unserem Kassensystem weit voraus, und Einsparungen im Gesundheitswesen sind fast immer auch mit Leistungskürzungen verbunden. Meist betrifft dies die Sicherheit und Präzision.

 

Zeit zum Umdenken
Sich mit der persönlichen Risikosituation und dem Nutzen moderner Untersuchungsmethoden auseinanderzusetzen, ist für viele Patientinnen und Patienten noch ungewohnt. Sie gehen zum Arzt, wenn Symptome oder Beschwerden eine Erkrankung vermuten lassen. Prävention, also eine aktive Gesundheitsvorsorge, heißt, früher anzusetzen. Gemeinsam mit dem betreuenden Arzt gilt es schon im Vorfeld, sich entscheidende Fragen zu stellen: Welche gesundheitlichen Risiken gibt es? Wie kann ich ihnen so frühzeitig und wirksam wie möglich entgegenwirken? Wie lassen sich der Lebensstil verbessern und der Gesundheitszustand erhalten?

 

Viele Faktoren spielen eine Rolle
Man weiß heute unter anderem, wie Alkohol und übergewicht gerade bei Frauen in der Menopause in den Stoffwechsel eingreifen und warum sie das Risiko einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Darauf kann die Lifestyle-Prävention gezielt eingehen.

Eine große Rolle in der ganzheitlichen Frauenheilkunde spielt auch die Darmgesundheit. Die Darmflora kann u.a. die Entstehung von übergewicht, die Anfälligkeit für Scheiden- und Blasenentzündungen, das Risiko von Frühgeburten oder Schwangerschaftsdiabetes beeinflussen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Bakterienbesiedlung im Darm zu untersuchen. Bei Bedarf kann dann eine Darmsanierung durchgeführt werden, damit die Darmflora in ein gesundes Gleichgewicht kommt.

 

Wie sich Umweltgifte auswirken
Die Umweltbelastung mit hormonell aktiven Stoffen ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Damit wird es auch immer wichtiger, diesen Umweltgiften aus dem Weg zu gehen. Vor allem bestimmte Aluminiumverbindungen tragen dazu bei, dass wir mit östrogenähnlich wirkenden Substanzen überflutet werden. Nicht zu unterschätzen ist auch die zunehmende Belastung durch Chemikalien wie Bisphenol A oder Weichmacher, die als sogenannte „endokrine Disruptoren“ (Umweltsubstanzen mit Hormonwirkung) gelten. Sie nehmen einen erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt und werden unter anderem für eine verfrühte Pubertät und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko verantwortlich gemacht.

 

Konkret wirkt Bisphenol A ähnliche wie das weibliche Hormon östrogen und ist als Grundstoff zur Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat zum Beispiel in Plastikgeschirr, Thermopapier wie Kassenbons und auf der Innenseite von Konservendosen enthalten. Von dort aus kann es auf die Lebensmittel übergehen – und sich in geringen Mengen sogar schädlicher auswirken als in hohen Konzentrationen.

 

So sind Sie gut beraten
Wenn Sie mehr für Ihre Gesundheit tun möchten, empfiehlt sich das enge Miteinander mit der eigenen Frauenärztin / dem eigenen Frauenarzt und ggf. weiteren Spezialisten. Gemeinsam lässt sich ein individuelles Konzept für eine umfassende und ganzheitliche Prävention entwickeln. Was im Einzelnen dazu gehört, das hängt natürlich von der Lebenssituation der Frau, ihren jeweiligen Risiken und anderen persönlichen Faktoren ab. Denn: Ihre Prävention ist so individuell wie Sie selbst.

 

Moderne Frauenheilkunde
...versteht sich als eine leistungsstarke Medizin mit ganzheitlichem Ansatz. Frauenärzte von heute wissen, wie sich verschiedene Faktoren im weiblichen Körper gegenseitig beeinflussen. Sie sehen die Frau nicht nur als Patientin, sondern als Persönlichkeit mit einer individuellen Geschichte. Dabei begleiten Gynäkologen Mädchen und Frauen oft über Jahrzehnte – von der Pubertät bis zur Lebensmitte, von der Schwangerschaft bis weit über die Wechseljahre hinaus.

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