Ein Lichtblick für viele Frauen: Die moderne Hormontherapie

Hormone noch gezielter nutzen
Die moderne Hormontherapie basiert auf einem umfassenden Wissen, welche Wirkungen und Vorteile einzelne Hormone haben. So wird das Sexualhormon Östrogen heute nicht mehr isoliert betrachtet, sondern in Verbindung mit dem Progesteron, das zur Gruppe der Gestagene gehört. Sowohl das Östrogen als auch das Progesteron spielen im weiblichen Zyklus eine Rolle, und beide geraten in den Wechseljahren aus der Balance.

 

Neben Östrogen benötigen vor allem Frauen, die noch ihre Gebärmutter haben, Gestagene. Hier unterscheidet man zwischen synthetischen Gestagenen, die mit Risiken behaftet sein können, und natürlichem, körperidentischem Progesteron. Diese Form ist hochverträglich und hilft, die Gebärmutterschleimhaut vor möglichen krankhaften Wucherungen zu schützen. Auch für andere Organe konnte eine Krebsvorbeugende Wirkung festgestellt werden.

 

Dosierung und Zusammensetzung der Hormontherapie lässt sich genau auf die Art und Stärke der Beschwerden, auf die Vorerkrankungen und Wünsche der Frauen abstimmen. Erfahrene Gynäkologen werden dabei immer die niedrigstmögliche Dosierung wählen und über die passende Darreichungsform entscheiden – zum Beispiel als Tablette, Pflaster oder Gel. Darüber hinaus wird die Hormontherapie gezielt überwacht, reguliert und zeitlich begrenzt. Nach wenigen Jahren kann die Behandlung normalerweise sanft „ausgeschlichen“ werden, ohne dass der Körper unter einer Umstellung leidet.

 

Für mehr Gesundheit und Lebensqualität
Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders. Etwa ein Drittel ist von behandlungsbedürftigen Beschwerden betroffen, etwa Hitzewallungen, Schweißattacken, Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen. Doch nicht nur hier erweist sich eine Hormontherapie als sinnvoll und effektiv – die Behandlung hat auch Schutzeffekte, z. B. im Hinblick auf Alters-Diabetes, Osteoporose, Darmkrebs und Herzinfarkt. Auch der Hautalterung, trockenen Schleimhäuten (z. B. im Genitalbereich) und einem zunehmenden Körperfettanteil lässt sich hormonell begegnen. Doch wie gesagt: Die Vorteile und eventuell mit der Behandlung verbundene Risiken hängen immer vom Einzelfall ab, und die Entscheidung treffen wir mit Ihnen nach eingehender Beratung gemeinsam.

 

Das können Sie in den Wechseljahren für sich tun

  1. Bewegen Sie sich regelmäßig. Das verlangsamt den Knochendichteverlust und hilft Normalgewicht zu halten.
  2. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung: Eine fettarme, ballaststoffreiche Kost mit ausreichend Obst, Gemüse und Flüssigkeit (1,5 - 2 Liter Wasser) täglich trägt zum Normalgewicht bei.
  3. Schalten Sie ab: Sport und Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation, Atemübungen oder Massage vermindern Stress.
  4. Genießen Sie Alkohol nur in Maßen: Alkoholkonsum erhöht das Brustkrebs- und Osteoporose-Risiko. Außerdem werden Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlaflosigkeit verstärkt.
  5. Werden Sie Nichtraucher: Nikotin verengt die Gefäße.

Interessiert an einer individuellen und persönlichen Betreuung?

Dann melden Sie sich bitte an:

 

Rezeption

Tel.: 02291 - 6046