Unter der Lupe: der Zellabstrich

Ganz einfach: In der Regel wird der Zellabstrich vom Wattestäbchen oder Spatel auf ein Glasplättchen gestrichen und dort fixiert, um ihn haltbar zu machen. Diese Probe geht dann zur genaueren Untersuchung ins Labor. Dort wird der Zellabstrich zuerst nach einem bestimmten Verfahren eingefärbt und anschließend unter dem Mikroskop von einer ausgebildeten Fachkraft begutachtet. Das Ergebnis unterteilt man wie folgt:

 

- Pap I = normales Zellbild. Alles ist in Ordnung und die Kontrolle sollte in normalen Abständen erfolgen.

 

- Pap II = gutartige Veränderungen. Gutartige Veränderungen können z. B. auf eine Entzündung hinweisen. Um ganz sicher zu gehen, kann es sinnvoll sein, den Zellabstrich in absehbarer Zeit zu wiederholen.

 

- Pap III und Pap III D = Zweifelhafte oder verdächtige Veränderungen aus denen sich Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs entwickeln können. Sehr oft entstehen solche Veränderungen durch eine Infektion mit einem Virus, das beim Geschlechtsverkehr übertragen wird. Meist bilden sich die Zellveränderungen zurück; sie können sich aber auch einmal in Richtung Gebärmutterhalskrebs weiterentwickeln. Aus diesem Grund wird der Abstrich in kürzeren Zeitabständen wiederholt, meist alle drei Monate. Außerdem empfiehlt es sich, den Zellabstrich auf eine Infektion mit Human-Papilloma-Viren (HPV) zu untersuchen. Einige Typen dieser sexuell übertragbaren Warzenviren sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

 

- Pap IV und V – bösartige Veränderungen. Dieser Befund kann auf die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs hindeuten. Um ganz sicher zu gehen, werden umgehend weitere Untersuchungen eingeleitet.

 

Klarheit bringt Sicherheit
Die Vorstufen und viele frühe Formen von Gebärmutterhalskrebs sind heute heilbar. Deshalb ist die regelmäßige Krebsvorsorge so wichtig. Dabei gilt: Je besser und eingehender die Zellen beurteilt werden können, desto sicherer und zuverlässiger ist das Ergebnis. Vor diesem Hintergrund nutzen viele Frauen statt des herkömmlichen Abstrichverfahrens die Möglichkeiten der modernen Dünnschichtzytologie. Bei diesen Verfahren wird das zu untersuchende Zellmaterial mit einem kleinen Bürstchen entnommen und sofort in ein Transportgefäß mit Spezialflüssigkeit gegeben. Im Labor wird die Probe computergesteuert filtriert, von allen Verunreinigungen befreit und automatisch auf einen Objektträger aufgebracht.

Der Vorteil dieser modernen und etwas aufwändigeren Methode zeigt sich unter dem Mikroskop: Die Zellen können besser und umfassender kontrolliert werden, da Zellüberlagerungen entfallen, eventuelle Veränderungen zeigen sich damit früher bzw. deutlicher. Zudem kann mit dem vorliegenden Zellmaterial auf Wunsch auch eine Untersuchung auf krebserregende HP-Viren erfolgen.

So profitierst Du als Patientin gleich in doppeltem Maße von einem Plus an Sicherheit. Frag bei Interesse in unserer frauenärztlichen Praxis nach den Details dieser modernden Gesundheitsleistung! 

 

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