Ernährung: Wie Ungeborene auf den Geschmack kommen

Wenn es um süß oder sauer, frisch oder fettig geht, essen werdende Mütter im wahrsten Sinne des Wortes für zwei. Beim Fötus entwickelt sich die Zunge mit den Geschmacksknospen bereites im zweiten Schwangerschaftsmonat, ab dem dritten nimmt das Ungeborene den Geschmack des Fruchtwassers wahr. Schon vor der 28. Woche lassen sich dabei Reaktionen auf süße Geschmacksreize feststellen. Auf diese Art und Weise werden Kinder programmiert, bevor sie auf die Welt kommen. Was sie aus dem Mutterleib kennen und aus der Muttermilch herausschmecken, das ist ihnen später lieb und vertraut.

 

Gesunde Tipps

■  Schon vor der Schwangerschaft sollten Sie eventuelles Übergewicht reduzieren und Ihre Ernährung optimieren.
■  Treiben Sie während der Schwangerschaft Sport – Walking, Schwimmen und Gymnastik tun Ihnen und Ihrem Kind gut.
■  Lassen Sie sich auf Schwangerschaftsdiabetes testen.
■  Binden Sie Ihre Familie mit ein und arbeiten Sie gemeinsam an Ihrem Speiseplan. Unabhängig von der Prägung im Mutterleib lernen Kinder von größeren Geschwistern und Erwachsenen, wie man sich richtig oder falsch ernährt.

 

Eltern tragen viel Verantwortung
Mit ihrer täglichen Ernährung übernehmen werdende Mütter eine Vorbildfunktion. Genau betrachtet liegt darin eine große Chance: Wer sich bis zur Geburt und während der Stillzeit sehr vielseitig und gesund ernährt, legt damit den Grundstein für eine ausgewogene Ernährung des Kindes.

 

Gemüse, Vollkornbrot, Fisch
Was andere Kinder oft ablehnen, hat Ihr Nachwuchs gerne auf dem Teller. Das ist für Sie nicht nur unkompliziert, sondern erspart Ihnen auch unnötige Sorgen über die Folgen einseitiger Ernährung. Und diese können schließlich bis zu ernsten Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck etc. reichen.

 

Nahrung für das Immunsystem
Für eine besonders gesunde Kost während der Schwangerschaft und Stillzeit spricht auch folgendes Argument: Die Ernährung im Mutterleib und in der frühen Kindheit bestimmt darüber, wie die Abwehrkräfte des kindlichen Organismus reifen. Verschiedene Nährstoffe werden benötigt, um das Immunsystem gegen schädliche Keime und entzündliche Krankheiten zu wappnen. Noch Jahre später kann sich bemerkbar machen, ob ein Kind durch die frühere Ernährung im Mutterleib gestärkt oder geschwächt worden ist.

 

Mit der Veranlagung zu Übergewicht werden Kinder geboren
20 bis 30 % der Schwangeren sind übergewichtig – und viele von ihnen programmieren ihr Kind auf Heißhunger. Denn die ständige Überflutung mit schnellen Kohlehydraten macht das Zuviel zum Standard, der Nachwuchs wird ungewollt zum Nimmersatt. Besonders kritisch ist die Situation beim Schwangerschaftsdiabetes. Er erhöht das Risiko des Kindes, später selbst unter Übergewicht und einer Zuckerkrankheit zu leiden. Aus Sorge während der Schwangerschaft die Notbremse zu ziehen und möglichst wenig zu essen, ist übrigens auch nicht ohne Risiko. Unterversorgung bedeutet Stress für das Ungeborene und kann ein Leben lang zu Hyperaktivität führen. Besser ist also, mit Vernunft, Kontrolle und ärztlicher Begleitung dem Kind einen gesunden Start ins Leben zu geben.  

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