Nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gesund!

Werdende Mütter sollten ein großes Augenmerk auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung legen – mit viel frischer Kost und angemessenen Portionen legen.

 

Nur 200 bis 300 zusätzliche Kalorien pro Tag
benötigt der Körper in der Schwangerschaft. Das entspricht etwa einem Vollkornbrot mit Käse oder einem Joghurt plus Apfel. Alle überzähligen Kalorien schlagen sich nicht nur unnötig auf Bauch und Hüften nieder, sondern können sich auch auf das ungeborene Kind auswirken.

 

Das Baby isst im Mutterleib mit
Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Experten sind sich mittlerweile darin einig, dass die Weichen dafür bereits während der Schwangerschaft und in den ersten Lebenswochen gestellt werden.

 

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
Wie viel werdende Mütter im Durchschnitt bis zur Geburt zunehmen sollten, hängt in hohem Maße vom Body-Mass-Index (BMI) vor der Schwangerschaft ab. Den BMI errechnet man nach folgender Formel: Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körperlänge (in m) zum Quadrat. Als Richtlinie für die Zunahme gilt dann:

 

BMI < 18,5

(Untergewicht):

  12,7 bis 18,2 kg

BMI 18,5 - 24,9  

(Normalgewicht):

11,4 bis 15,9 kg

BMI 25 - 29,9

(Übergewicht):

  6,8 bis 11,4 kg

BMI > 30

(Adipositas):

  ca. 6,8 kg

 

Wichtig:
Alle genannten Zahlen sind individuell zu beurteilen, sodass Abweichungen im Einzelfall völlig unbedenklich sein können. Nimmt die Mutter ständig deutlich mehr Nahrung zu sich als benötigt, gewöhnt sich das heranwachsende Baby an ein „Leben im Überfluss“. Der gesamte Stoffwechsel wird bereits in der Schwangerschaft auf fett- oder zuckerhaltige Speisen geprägt. Später bleibt das Kind dieser Prägung treu und zeigt weiterhin einen großen Appetit. Damit steigt natürlich das Risiko, auf schon in der Kindheit auf Übergewicht und sogar einen Diabetes mellitus Typ 2 zuzusteuern! Hier bietet das Stillen übrigens einen natürlichen Schutz: Für die frühkindliche Ernährung ist Muttermilch ideal, sie kann sogar das Risiko für späteres Übergewicht senken. Kinder von beleibten Müttern sind oft sehr groß und über 4.000 Gramm schwer. Dadurch können weitere Probleme auftreten: Es steigt das Verletzungsrisiko bei der Geburt und häufiger muss per Kaiserschnitt entbunden werden.

 

Ideal: Das Gewicht vor der Schwangerschaft regulieren!
Sowohl Über- als auch Untergewicht kann die Entstehung einer Schwangerschaft erschweren. Ein Grund dafür: Fehlernährung ist ein häufiger Auslöser von Vitamin- und Nährstoffmängeln. In der Schwangerschaft selbst steigt insbesondere durch starkes Übergewicht das Risiko von Komplikationen. So ist z. B. die Rate von Fehlbildungen, Frühgeburten und vorgeburtlichen Infektionen erhöht. Auch erkranken Schwangere mit sehr hohem Gewicht eher an Diabetes und Bluthochdruck. In der Schwangerschaft selbst ist dennoch von einer Reduktionsdiät unbedingt abzuraten, um die Nährstoffversorgung des Kindes nicht zu gefährden. 

 

Grundsätzlich gilt:
Frauen mit Kinderwunsch sollten zuerst versuchen ihr Normalgewicht zu erreichen, um dann eine Schwangerschaft anzustreben. Auch empfiehlt es sich, vor der Schwangerschaft zu überprüfen, ob der Körper ausreichend mit Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen versorgt ist. Darüber gibt ein Bluttest Auskunft.

 

Was tun bei zu viel „Babyspeck“?
Bei vielen übergewichtigen Frauen verläuft die Schwangerschaft ganz normal und ohne Komplikationen. Um jedoch wirklich sicher zu gehen, empfehlen sich engmaschige Kontrollen durch die betreuende Frauenärztin/ den betreuenden Frauenarzt. So können zusätzliche Ultraschalluntersuchungen Klarheit über die Entwicklung des Kindes geben. Auch Tests auf Schwangerschaftsdiabetes zählen zur umfassenden Gesundheitsvorsorge und sichern so den guten Verlauf der Schwangerschaft. Welche Untersuchungen und Tests im Einzelfall angeraten sind, darüber können Sie sich in unserer frauenärztlichen Praxis informieren.

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