Übergewicht schon im Mutterleib und Kleinkindalter verhindern

Gene bestimmen den Appetit

Mittlerweile weiß man, dass Fettleibigkeit zu 40 bis 60 % genetisch bedingt ist. Die betreffenden Gene steuern den Appetit – und tragen auch dazu bei, dass spätere Diäten oft keinen dauerhaften Erfolg bringen. Doch woher kommt die genetische Veranlagung, wird sie einfach vererbt und als Schicksal in die Wiege gelegt? So einfach ist es nicht! Vielmehr trägt die Ernährung im Mutterleib und in der Kindheit entscheidend dazu bei, bestimmte Gene zu aktivieren, mit lebenslanger Wirkung.

 

Den Anfang macht die Mutter:

Kinder übergewichtiger Frauen tragen im Vergleich zu Kindern von Normalgewichtigen ein doppelt bis dreifach so hohes Risiko, später übergewichtig oder sogar fettleibig zu werden. Deshalb raten immer mehr Mediziner Frauen mit Kinderwunsch, ihr Gewicht möglichst frühzeitig zu regulieren. Eine weitere Kernbotschaft an werdende Mütter: Wenig Zucker essen, wenig gesättigte Fettsäuren verzehren (etwa in Süßigkeiten, Wurst und Fertiggerichten) und sich regelmäßig bewegen.

Schwangere, die diese Regeln beachten, neigen weniger dazu, ihr Ungeborenes zu „überfüttern“, und bringen deutlich seltener Kinder mit einem erhöhten Geburtsgewicht zur Welt. Auch eine gesunde Ernährung wirkt sich positiv aus. So trägt z. B. der regelmäßige Konsum von Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Seefisch, Lein- oder Rapsöl) in der Schwangerschaft dazu bei, die Denk- und Wahrnehmungsleistung des Kindes schon im Mutterleib zu fördern.

 

Muttermilch ist das Beste fürs Baby
Stillen ist unverzichtbar für einen optimalen Start ins Leben. Studien belegen klar, dass Kinder, die gestillt werden, später seltener unter Hautekzemen, chronischen Darmerkrankungen, Mittelohrentzündungen, Leukämie und anderen Erkrankungen leiden. Gegenüber Flaschennahrung bietet Muttermilch auch wichtige Vorteile im Hinblick auf das Thema Gewicht. Denn Muttermilch ist weniger energiereich als z. B. Kuhmilch und Ersatzmilche, Kinder wachsen somit nicht übermäßig schnell und nehmen nur in einem gesunden Rahmen zu.

 

Lebenslange Effekte
In den ersten Tausend Tagen, also in der Schwangerschaft und Kleinkindzeit, auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu achten, zahlt sich für Ihren Nachwuchs ein Leben lang aus. Das Risiko Ihres Kindes, übergewichtig zu werden, an gravierenden Zivilisationsleiden zu erkranken, sinkt signifikant. Auch die Intelligenz profitiert von einer ausreichenden Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen – und vom Stillen. Dem eigenen Kind die Brust zu geben, davon profitiert auch die Mutter. Denn es stärkt die emotionale Verbindung zum Kind, lässt die Schwangerschaftspfunde schneller purzeln und senkt das eigene Risiko, später einmal an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Und ganz nebenbei: Eine gesunde Ernährung und ein Körpergewicht im Normalbereich kommen nicht nur Ihrem Kind, sondern auch Ihrem persönlichen Wohlbefinden zu Gute.

Interessiert an einer individuellen und persönlichen Betreuung?

Dann melden Sie sich bitte an:

 

Rezeption

Tel.: 02291 - 6046