Wenn das freudige Ereignis naht

Gut vorbereitet auf die Geburt

 

Wenn dann der Bauch immer runder wird und die Geburt näher rückt, beginnt sich die Vorfreude häufig mit Bedenken und Sorgen zu mischen. Viele fragen sich nun, was sie in den letzten Wochen der Schwangerschaft noch für Ihr Baby und auch die eigene Gesundheit tun können.

 

Geburtsmethode: mit Zuversicht entscheiden
Immer wieder stellen sich werdende Mütter die Frage, ob sie sich eine natürliche Geburt zutrauen. Hier kann Ihnen Ihr Gynäkologe helfen, medizinische und persönliche Aspekte abzuwägen. Im persönlichen Gespräch erfahren Sie auch, welche Unterstützung und Begleitung Sie bei der natürlichen Geburt erhalten. Das gibt vielen Frauen mehr Gelassenheit und Zuversicht.

 

Sofern nicht aus medizinischer Sicht ein Kaiserschnitt angeraten ist, gilt die natür- liche Geburt als der beste Weg für Kind und Mutter. Zum einen ist ein Kaiserschnitt als operativer Eingriff immer mit Risiken verbunden. Zum anderen wird bei der natürlichen Geburt der Grundstein für ein gesundes Immunsystem des Babys gelegt: Auf dem Weg ins Leben kommen Neugeborene ganz natürlich mit der Bakterienflora der Mutter in Berührung. Diese Bakterien siedeln sich im kindlichen Darm an, und die körpereigene Abwehr bildet sich aus. Tatsächlich leiden Kinder, die auf natürlichem Wege das Licht der Welt erblickt haben, deutlich seltener unter Erkrankungen wie Allergien und Asthma.

 

Ein Ultraschall bedeutet Nähe – und Sicherheit
Das kleine Herz schlagen sehen, die Entwicklung mit verfolgen, Gesicht und Hände wahrnehmen: Eine Ultraschall- Untersuchung ermöglicht es, dem zukünftigen Familienmitglied besonders intensiv zu begegnen. Gleichzeitig dienen diese Screenings der Früherkennung von Risiken und Erkrankungen.

Die gesetzlichen Kassen sehen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge einen dritten und letzten Ultraschall zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche vor. Von da an bis zur Geburt in der 38. bis 40. SSW ist es noch eine lange Zeit – nicht nur gefühlt, sondern auch im Hinblick auf die kindliche Entwicklung. So entstehen z. B. Probleme wie Wachstumsverzögerungen oder eine Mutterkuchenschwäche häufig erst in den letzten Wochen.

Experten empfehlen werdenden Müttern daher, eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung zum Ende der Schwangerschaft hin in Anspruch zu nehmen. Diese Selbstzahlerleistung ermöglicht dem Frauenarzt, Größe, Gewicht, Lage, Fruchtwassermenge oder Mutterkuchenfunktion besser zu beurteilen – und das gibt auch den zukünftigen Eltern ein gutes Gefühl.

 

 

B-Streptokokken: So nehmen Sie Ihr Baby in Schutz
B-Streptokokken sind eigentlich ungefährliche Bakterien, die keine Beschwerden verursachen – und bei jeder dritten bis vierten Schwangeren in der Scheide oder im Darm nachgewiesen werden können. Das Problem: Wenn sich das Kind bei der Geburt mit B-Streptokokken infiziert, bedarf es in der Regel einer gezielten Antibiotika-Behandlung – und diese kann lebensrettend für das Baby sein.

Aus medizinischer Sicht ist deshalb ein B-Streptokokken-Test unbedingt ratsam. Hier spielt das Timing eine Rolle. Da die Bakterien kommen und gehen, macht diese Vorsorgemaßnahme im z. B. 7. oder 8. Monat wenig Sinn. Besser ist, am Ende der Schwangerschaft in der 35. bis 37. Woche auf Nummer sicher zu gehen. Für den Test nimmt der Frauenarzt einen Abstrich von der Scheidenhaut, der dann auf Streptokokken untersucht wird. Ein positiver Befund wird in den Mutterpass eingetragen, den Schwangere immer mit sich führen sollten. Platzt nun die Fruchtblase oder setzen die Wehen ein, wird die werdende Mutter mit einem Antibiotikum behandelt. Dadurch lässt sich in den meisten Fällen eine Infektion des Neugeborenen verhindern. Sollte sich das Baby dennoch infizieren, z. B. durch das Schlucken von Fruchtwasser, kann eine gezielte Behandlung schnellstmöglich erfolgen.

 

Lassen Sie sich gut beraten
Sie möchten sich gut und umfassend auf die Geburt vorbereiten? Sie haben noch Fragen oder Unsicherheiten? Dann ist das persönliche Gespräch mit uns der richtige Schritt. Gemeinsam können wir besprechen, welche Vorsorgemaßnahmen in Ihrem individuellen Fall angeraten sind – und so rechtzeitig durchdachte Entscheidungen treffen.

Interessiert an einer individuellen und persönlichen Betreuung?

Dann melden Sie sich bitte an:

 

Rezeption

Tel.: 02291 - 6046