Was Frauen auf Magen und Darm schlägt

Verstopfung ist vielfach auf eine ballaststoffarme Ernährung und zu wenig Bewegung zurückzuführen. Doch nicht immer liegen die Ursachen in einem ungesunden Lebensstil. Und nicht selten gehen die Probleme, den Darm zu entleeren, noch mit anderen Beschwerden einher. Hauterkrankungen, Atemwegsbeschwerden und sogar chronische Müdigkeit können zu den Begleiterscheinungen von Magen-Darm-Problemen zählen – und den betroffenen Frauen stark zu schaffen machen.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind unter Frauen weit verbreitet
Pollen und pollenverwandte Lebensmittel scheinen, wie konkrete Zahlen belegen, Männern viel weniger auszumachen als Frauen. Die Laktose-Intoleranz ist eine Stoffwechselstörung, bei der Milchzucker nicht aufgenommen werden kann. Dadurch gelangt Laktose vermehrt in den Dickdarm und dort entstehen Gase in größeren Mengen. Fast 90 % der betroffenen Patienten klagen über Darmkrämpfe, Blähungen, Durchfälle, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und andere Beschwerden.

 

Patienten mit Milchzuckerunver- träglichkeit können häufig auch keinen Fruchtzucker vertragen. Das Problem: Oft machen sich die Symptome so zeitverzögert bemerkbar, dass die Nahrungsmittelunverträglichkeit als Ursache lange unentdeckt bleibt. Das kann leider Konsequenzen haben. Denn Nahrungsmittelunverträglichkeiten stehen häufig in einem Zusammenhang mit einer weiteren Erkrankung: dem...

 

Reizdarm-Syndrom
Etwa 10 bis 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland, darunter 2- bis 3-mal mehr Frauen als Männer, macht ein Reizdarm-Syndrom zu schaffen. Weil Frauen gerade während ihrer Menstruation über stärkere Beschwerden klagen, vermuten einige Wissenschaftler, dass die weiblichen Sexualhormone zumindest eine gewisse Rolle spielen. Hinter dem sogenannten „Reizdarm-Syndrom“ stecken häufig bakterielle Erkrankungen oder eine Pilzinfektion, welche die Mikroflora im Darm aus dem Gleichgewicht bringt. Da die Darm- schleimhaut zudem ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems ist     (ca. 75 % aller Zellen des Immunsystems befinden sich im Bereich der Darm- schleimhaut), wird über eine Schwächung der Darmschleimhaut zwangsläufig auch das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen. Die Folgen sind eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie Pilz- und Hauterkrankungen. So haben auch die Neurodermitis und andere Ekzemerkrankungen einen engen Bezug zu einer kranken Darmschleimhaut.

 

Die richtige Diagnose ist entscheidend
Da sich Magen-Darm-Beschwerden zu den frauenspezifischen Leiden zählen lassen, beschäftigen sich immer mehr Frauenärzte mit diesem weiten Feld. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Diagnose. Stuhlflorauntersuchungen und andere Testverfahren dienen dazu, Unverträglichkeiten und bakterielle oder pilzliche Darmstörungen zu analysieren.

Die anschließende Therapie kann z. B. eine Sanierung der Darmflora, eine Ernährungsumstellung und eine Optimierung des Lebensstils umfassen. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz kann bereits vielen Frauen geholfen werden. Grund genug, auch bei Magen- und Darm-Beschwerden den Frauenarzt als ersten Ansprechpartner zu wählen!

 

Hinweise auf eine Störung im Darm

 

■  Hautsymptome: Ekzeme, Nesselsucht (Urtikaria), Neurodermitis 
■  Atemwegsbeschwerden: Asthma bronchiale, chronischer Schnupfen oder Nebenhöhlenentzündungen
■  Chronische Müdigkeit
■  ADS/ ADHS (Hyperaktivitätssyndrom)
■  Kopfschmerzen (oft migräneartig)
■  Infektanfälligkeit
■  Depressionen
■  Schlafstörungen
■  Gelenk- oder Gliederschmerzen
■  Übergewicht

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