Wehr dich!

Fiese Anmache: Jemand macht Bemerkungen über deine Figur? Du fühlst im vollen Aufzug eine Hand an deiner Hüfte? Abends auf dem Heimweg quatscht dich ein Typ von der Seite an? Keine Panik, solche blöden Situationen kriegt man in den Griff! Hier steht, wie’s geht...

 

Unsicherheit, Angst und der Überraschungseffekt – das sind Gründe, warum viele Mädchen und junge Frauen erst einmal überlegen, ob und wie sie auf eine fiese Anmache reagieren sollen. Doch für langes Nachdenken ist keine Zeit. Besser ist, man hört auf seinen Bauch: Wenn spontan ein mulmiges Gefühl aufkommt, soll man auch spontan reagieren.

 

Regel 1: Sei cool und selbstbewusst!
Je unsicherer ein Mädchen wirkt, desto mehr fühlen sich miese Typen oder Grabscher herausgefordert. Also: Kopf hoch, Augen geradeaus und mit aufrechter Haltung Größe zeigen. Häufig reicht das schon aus, um in Ruhe gelassen zu werden. Und wenn es jemand mit Provokationen, z. B. Beschimpfungen, probiert: einfach ignorieren, weitergehen und den Blickkontakt vermeiden!

 

Regel 2: Mach laut den Mund auf!
Jemand fasst dich an? Fordere laut und mit sehr viel Nachdruck: „Nimm sofort deine Hand weg!“ Du kriegst Anzügliches zu hören? Sag entschieden: „Spar dir solche Sprüche!“ Auch Schreien (z. B. „Lass mich in Ruhe!“) zeigt, dass du kein leichtes Opfer bist. Wenn andere Leute sich umdrehen, ist das umso besser, weil der Täter verunsichert wird und andere Menschen dir helfen können.

 

Regel 3: Lass niemanden zu nahe kommen!
Wenn dich jemand anmacht, bleib auf Abstand und versuche z. B. ein parkendes Auto oder einen anderen Gegenstand zwischen euch zu bringen. Sobald die Situation bedrohlich wird, eine Gruppe dich zu umzingeln versucht oder es zu Handgreiflichkeiten kommt, sieh am besten zu, dass du schnell Land gewinnst. Wichtig: Lauf irgendwo hin, wo Licht und Menschen sind.

 

Regel 4: Hol dir Hilfe!
Passanten und andere Menschen in der Umgebung sind oft genauso perplex wie du selbst. Sprich sie deshalb gezielt und laut an: „Sie mit der blauen Jeansjacke, bitte helfen Sie mir!“ Schnelle Hilfe gibt es außerdem über das Handy, wenn es eine Notruffunktion hat. Bei eher unterschwelliger Anmache (z. B. wiederholtes Grabschen, getarnt als „zufällige“ Berührung) gilt: Fass dir ein Herz und rede darüber mit Eltern, Lehrern, Vorgesetzten oder anderen Personen, die helfen können.

 

Regel 5: Üben, üben, üben!
Laut und selbstbewusst zu sprechen oder zu schreien – das kann man vor dem Spiegel trainieren (denk dir einfach hinter jedem Wort ein Ausrufezeichen, z. B. „Fass! mich! nicht! an!“). Achte dabei auch auf eine aufrechte Haltung. Was dir noch eine Extraportion Sicherheit gibt: ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen und Frauen. Hier werden wirksame Abwehrmaßnahmen und das richtige Verhalten gezielt trainiert!

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