Was Hormonstörungen alles bewirken können

So ausgeklügelt dieses System ist, so empfindlich kann es aber auch reagieren. Dabei beeinträchtigen hormonelle Störungen nicht nur unser Wohlbefinden. Sie gelten auch als Auslöser der verschiedensten Gesundheitsbeschwerden wie z. B. Schlafproblemen, Angstzuständen, unerklärlicher Gewichtszunahme, chronischer Müdigkeit und Hautproblemen. Sogar Krankheiten wie Alzheimer, Asthma, Diabetes, Epilepsie, Multiple Sklerose und viele Krebsarten können im direkten Zusammenhang mit krankhaften Hormonveränderungen stehen.

 

Nicht immer offensichtlich
Wenn jemand unter Kopfschmerzen oder Depressionen leidet, von Haarausfall oder plötzlichen Hautunreinheiten betroffen ist, über Zyklusstörungen oder Libidoverlust klagt, fällt der Verdacht oft auf eine ganze Reihe möglicher Auslöser. Hormonelle Probleme zählen häufig nicht dazu, sind jedoch keine Seltenheit. Denn unser Hormonhaushalt hat viele Feinde, die ihn negativ beeinflussen und aus dem Gleichgewicht bringen. Dabei gehören die bedeutendsten Störfaktoren in der heutigen Zeit schon fast zum Alltag.

 

Folgenschwer: Vitamin D-Mangel
Dass Vitamin D durch die Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird, ist allgemein bekannt. Was viele aber nicht wissen: Im Körper fungiert Vitamin D als ein Hormon, das wichtige Vorgänge innerhalb des Nervensystems regelt. Doch etwa jeder zweite Deutsche ist, aus den verschiedensten Gründen, nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. In der Folge neigen die Betroffenen eher zu Stimmungsschwankungen, Depressionen und Reizbarkeit. Darüber hinaus können Zahnfleisch, Atemwege, Immunsystem, Nieren, Herz und Blutgefäße leiden.

 

Empfehlung: Lassen Sie regelmäßig Ihren Vitamin D-Spiegel checken und sprechen Sie bei einem Defizit mit uns darüber, wie sich in Ihrem individuellen Fall der Mangel ausgleichen lässt.

 

Aggressiv: Aufputschmittel und Stress
Stress, Schlafmangel, Koffein, Nikotin und andere Aufputschmittel veranlassen die Nebennieren, große Mengen Stresshormone auszuschütten. Der Körper läuft auf Hochtouren, und das erschöpft ihn. Es kommt zu Schäden der Nebenniere, und die Fähigkeit Hormone zu produzieren lässt nach. Das kann nicht nur dauerhafte Müdigkeit zur Folge haben, sondern auch die Konzentration schwächen und die gesamte Gefühlswelt durcheinander bringen.

Empfehlung: Meiden Sie Kaffee, Nikotin & Co., bauen Sie Stress ab und achten Sie auf einen ausbalancierten Lebensstil mit ausreichend Schlaf und Ruhe. Zudem stärken Sie mit einer gesunden, vitalstoffreichen Ernährung nicht nur die Nebennieren sondern auch andere hormonproduzierende Drüsen im Körper.

 

Kritisch: Umweltschadstoffe, Strahlenbelastung und Medikamente
Schadstoffe aus der Umwelt, Mobilfunk und andere Strahlen sowie Medikamente können einen erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen. Besonders häufig ist die Schilddrüse betroffen, deren Hormone zum Beispiel den Energiestoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und den Magen-Darm-Trakt steuern. Kommt es hier zu Störungen, können diese den gesamten Stoffwechsel und oft auch andere Hormondrüsen irritieren.

 

Empfehlung: Im Rahmen der aktiven Gesundheitsvorsorge sollten auch die Schilddrüsenhormone regelmäßig überprüft werden. Zudem empfiehlt es sich, die Belastung durch Schadstoffe möglichst gering zu halten und nur die Medikamente einzunehmen, die ärztlich verordnet und wirklich notwendig sind. Sprechen Sie ggf. mit ihrem betreuenden Arzt über mögliche Alternativen.

 

Störend: Substanzen mit Hormonwirkung
Viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Lebensmittel und deren Verpackungen enthalten Substanzen, die den Hormonhaushalt stören. Zu diesen so genannten endokrinen Disruptoren zählen insbesondere Pestizide, Schwermetalle, Weichmacher, manche UV-Filter in Kosmetika und diverse Chemikalien. Von einigen weiß man sogar, dass sie das persönliche Krebsrisiko erhöhen können. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich grundsätzlich, beim Einkauf, bei Kleidung, in der Wohnungseinrichtung die Themen Schadstoffe und kritische Inhaltsstoffe genau zu beleuchten.

 

Empfehlung: Lesen Sie hierzu auch auf unserer Homepage IPE-med.de den Artikel „Plastik: die versteckte Gefahr“ ...mehr

 

Gut zu wissen: die Zusammenhänge
Warum ist eine ausreichende Nährstoffversorgung so wichtig? Was macht Stress mit dem Körper? Solche Fragen sind immer in Zusammenhang mit dem Hormonsystem zu sehen. Unterstützen Sie es, indem Sie sich aktiv entspannen, ausgewogen ernähren und hormonaktive Substanzen meiden. Hormonstörungen lassen sich schon dadurch mildern bzw. verhindern, dass Sie Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft bevorzugen, Textilien vor dem ersten Gebrauch waschen und auf Produkt- und Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff weitgehend verzichten.

 

Jeder kann die komplexen Abläufe und Zusammenhänge in seinem Körper selbst positiv beeinflussen – mit einem bewussten Lebensstil und aktiver Gesundheitsvorsorge!

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