Wenn die Tage seit Tagen fällig sind

Was es mit Menstruationsstörungen auf sich hat
Amenorrhoe – mit diesem komplizierten Wort bezeichnen Ärzte, was bei jungen Mädchen und Frauen keine Seltenheit ist: eine unregelmäßige oder ausbleibende Periode. Natürlich ist die Unsicherheit groß, wenn ca. 28 Tage nach der letzten Blutung „nichts passiert“. Eine mögliche Ursache ist natürlich eine Schwangerschaft, falls man Sex hatte und die Verhütung nicht sicher war.

 

Bei der Einnahme der Pille können z. B. folgende Pannen passieren

 

■  Pille vergessen oder zu spät eingenommen
■  Einnahme von Medikamenten, welche die Wirkung der Pille beeinträchtigen
■  Erbrechen innerhalb von 6 Stunden nach Pilleneinnahme
■  Tagelang andauernder Durchfall.
Wenn ein Schwangerschaftstest jetzt Entwarnung gibt (oder kein Risiko besteht), ist offensichtlich der Menstruationszyklus durcheinander geraten. Dafür kann es die verschiedensten Gründe geben, vor allem
■  psychische oder körperliche Belastung, z. B. Stress, Reisen, anstehende Prüfungen
■  große Gewichtsschwankungen oder starker Gewichtsverlust
■  hormonelle Störungen
■  Störungen im Stoffwechsel

Der Körper ist kein Uhrwerk
Menstruationsstörungen dauern manchmal über Monate an und meist beeinträchtigen sie das körperliche Wohlbefinden nicht. Oft normalisiert sich der weibliche Zyklus mit der Zeit. Das lässt sich manchmal auch nach dem Absetzen der Pille beobachten. Es kann dann einige Wochen dauern, bis der Körper wieder seinen gewohnten Rhythmus gefunden hat.

 

Auf das Bauchgefühl hören
Viele Mädchen und Frauen empfinden das Ausbleiben der Regel als unangenehm und verwirrend. Von diesem Gefühl sollte man sich leiten lassen – und einen Termin in der Sprechstunde vereinbaren. In der Praxis lässt sich durch gezielte Fragen nach bisherigen Erkrankungen und den Lebensumständen sowie durch eine frauenärztliche Untersuchung absichern, dass Erkrankungen auszuschließen sind. Manchmal werden zusätzliche Bluttests durchgeführt, um den Hormonstatus zu klären, oder ein Schwangerschaftstest ist angeraten.

 

Und falls sich eine Behandlung als nötig erweisen sollte, kann man die individuellen Möglichkeiten direkt vor Ort unter vier Augen besprechen. Nach einem solchen Arzttermin finden die meisten jungen Mädchen und Frauen zu ihrer Gelassenheit zurück. Sicher sein und Bescheid wissen ist eben besser als ein ungutes, ängstliches Gefühl. 

 

Übrigens: Primäre Amenorrhoe bezeichnet das Phänomen, wenn bis zum 18. Lebensjahr noch keine Blutung eingetreten ist. Sekundäre Amenorrhoe heißt, dass man die Periode bereits hatte, sie 3 Monate oder länger ausbleibt.

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