Wenn die Hormone Kopfzerbrechen bereiten

Die Ursachen sind ungewiss, der Zusammenhang liegt auf der Hand
Bis heute ist es der Medizin und Wissenschaft nicht gelungen, die wirklichen Verursacher der Migräne herauszufinden. Viele Theorien wurden in der Vergangenheit wieder verworfen. So weiß man heute, dass die Gebärmutter, wie Sigmund Freud einst glaubte, und auch die Persönlichkeit keine Rolle spielen. Als gesichert gilt hingegen, dass die Migräneneigung genetisch bedingt ist und vererbt werden kann. Einfluss scheinen darüber hinaus die weiblichen Hormone zu nehmen. Das lässt sich nicht nur von der Zahl der Migräne-Patientinnen ableiten, die im Vergleich zu den Männern weitaus höher liegt, sondern auch von den Lebenssituationen, in denen Frauen unter den quälenden Schmerzattacken zu leiden haben. Zudem darf nicht vergessen werden, dass das Geschlechtshormon Östrogen die Schmerzverarbeitung im Gehirn beeinflusst.

Kritische Phasen im Leben einer Frau
Die meisten Migräne-Patientinnen erleiden ihre ersten Attacken, wenn die Hormone zum ersten Mal verrückt spielen – in der Pubertät. Während einer Schwangerschaft nehmen die Kopfschmerzen vielfach ab, nach der Geburt jedoch wieder zu. Auch während der Monatsblutung sind Frauen besonders anfällig. Die Pille hingegen kann in jede Richtung etwas bewirken: manche Frauen spüren eine Verbesserung, wenn sie die Pille nehmen, andere eine Verschlechterung. Schon diese wenigen Beispiele deuten an, wie kompliziert die Krankheit Migräne ist.

Individuelle Hilfe finden
Für viele Migräne-Patientinnen kommt zum fast unerträglichen Schmerz die große Belastung hinzu, dass sie von ihren Mitmenschen als „Sensibelchen“ oder Simulant abgestempelt werden.

Moderne Mediziner, darunter führende Frauenärzte, sehen es daher als eine wichtige Aufgabe an, den betroffenen Personen zu helfen, um ihnen auch die Möglichkeit zu geben, ihr Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Standardlösungen gibt es bei der Behandlung jedoch nicht. Was einer Frau hilft, kann bei einer anderen völlig wirkungslos bleiben. Alles in allem zeichnet sich aber als Tendenz ab, dass neben der medikamentösen Behandlung gerade naturheilkundliche Verfahren gute Chancen auf Linderung bieten. Je nach Patientin und persönlicher Situation kommen z. B. in Frage

- Klassische Homöopathie, Eigenblutbehandlung und Sauerstofftherapie
- Akupunktur
- Mesotherapie (Mikroinjektionen an bestimmten Stellen des Körpers)
- Darmsanierung
- Ernährungsumstellung

Mit solchen und anderen Verfahren sind immer mehr Frauenärztinnen und Frauenärzte heute gut vertraut. Und weil Gynäkologen zugleich Spezialisten für alle Fragen der weiblichen Hormone sind, können Sie bei Migräne-Beschwerden gerne die Sprechstunde nutzen.

Nur 7% aller Männer, aber durchschnittlich zwei- bis dreimal so viele Frauen leiden unter Migräne. Häufig beginnen die Anfälle in der Pubertät. Im Alter zwischen 30 und 39 Jahren ist immerhin jede vierte Frau betroffen. Ab 60 Jahren sinkt der Anteil der Migräne-Patientinnen dann wieder. Ein Zufall? Aller Wahrscheinlichkeit nach nicht!

Interessiert an einer individuellen und persönlichen Betreuung? Dann melden Sie sich bitte an:

Rezeption
Tel.: 02291 - 6046

Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2019

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