Aus weiblicher Sicht: Schilddrüsenerkrankungen

Wenn Jodmangel und Hormonschwankungen krank machen Eine gesunde Schilddrüse produziert in genau der richtigen Menge bestimmte Hormone, die den Fett-, Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Knochenstoffwechsel regulieren. Dafür braucht die Schilddrüse das Spurenelement Jod, nämlich

- bis 100 μg (1 μg = 1 Millionstel Gramm) für Kinder
- bis 200 μg für Jugendliche
- 200 bis 400 μg für Erwachsene
- bis circa 300 μg in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Doch nicht jeder nimmt Fisch, Meerestiere, Feldsalat und andere wichtige Jodlieferanten in ausreichender Menge zu sich. Häufige Folge: Schilddrüsenerkrankungen, zu denen neben der Über- und Unterfunktion auch Entzündungen und Knotenbildung zählen. Aufgrund ihrer übergeordneten Funktion ist die Schilddrüse übrigens nicht nur als einzelnes Organ, sondern immer im Gesamtzusammenhang zu sehen. Bei Frauen z. B. beeinflusst die Schilddrüse die Tätigkeit der Eierstöcke. Schilddrüsenerkrankungen können daher zu erheblichen Einbußen bei der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Kinderwunsch und Schwangerschaft
Immer mehr Mediziner empfehlen Frauen, die sich ein Kind wünschen, ihre Schilddrüse untersuchen zu lassen. Denn eine Unterfunktion kann die Hormonbildung in den Eierstöcken beeinflussen und somit zu Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit führen.

In der Schwangerschaft hingegen kann eine nicht rechtzeitig erkannte Schilddrüsenfehlfunktion zu ernsten Komplikationen wie z. B. Fehl- oder Frühgeburt oder körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen des Kindes führen. Außerdem steigt das Risiko einer Kropfbildung bei Mutter und Kind.

Wechseljahre
Schilddrüsenveränderungen können gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen, die typischen Wechseljahresbeschwerden ähnlich sind, beispielsweise vermehrtes Schwitzen oder Stimmungsschwankungen. Was bei einer Verwechslung der wirklichen Ursachen nicht unbedenklich ist: Während reine Wechseljahresbeschwerden in der Regel kein gravierendes Gesundheits- problem darstellen, können selbst leichte Schilddrüsenveränderungen unter anderem das Risiko einer Herzerkrankung erhöhen.

Empfehlung: Achten Sie auf sich und Ihre Ernährung
Mit der richtigen Ernährung können Sie Ihrer Schilddrüse viel Gutes tun. Am besten, Sie essen mindestens einmal wöchentlich frischen Seefisch oder Meeresfrüchte. Zum Trinken bietet sich ein jodhaltiges Mineralwasser an. Der Jodgehalt kann bis zu 100 μg/l betragen und ist auf dem Etikett unter der Bezeichnung J, J` oder Jodid aufgeführt. Einen wertvollen Beitrag zu mehr Gesundheit leisten Sie zudem, wenn Sie auf die Signale Ihres Körpers achten. Nehmen Sie kleine Veränderungen ernst, statt sie zu ignorieren, und fragen Sie sich regelmäßig, wie es Ihnen wirklich geht. Auch beginnende Beschwerden und kleinere Probleme sollten Sie zum Anlass nehmen, beim nächsten Besuch mit Ihrem Frauenarzt darüber zu sprechen.

Symptome einer Überfunktion

- Innere Unruhe
- Vermehrtes Schwitzen und Hitzeunverträglichkeit
- Atemnot
- Gewichtsverlust bei gutem Appetit
- Schlafstörungen
- Herzrasen und Atemnot
- Durchfall
- Zittrige Hände

Symptome einer Unterfunktion

- Müdigkeit und Lustlosigkeit
- Verstimmung
- Gewichtszunahme
- Trockene Haut, brüchige Nägel und strohiges Haar
- Verstopfung
- Kälteempfindlichkeit, Frieren
- Langsame, heisere Sprache

Schätzungen zufolge leiden etwa 30 Mio. Deutsche an einer Schilddrüsenerkran- kung. Das persönliche Risiko steigt mit dem Alter und Frauen sind 4 x häufiger betroffen als Männer. Das Problem: Viele Schilddrüsenerkrankungen bleiben unerkannt und bergen gerade für Frauen eine ganze Reihe von gesundheitlichen Gefahren.

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Tel.: 02291 - 6046

Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2017

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