Allergien auf dem Vormarsch

Ein Irrtum der Abwehr
Triefende Nase, tränende Augen, juckende Haut oder stechende Kopfschmerzen – die Palette der allergischen Reaktionen ist breit. Noch breiter ist jedoch die Anzahl der allergisch wirkenden Substanzen. Wissenschaftler schreiben heute mehr als 20.000 Stoffen – darunter Tierhaaren, Hausstaub, Insektengiften, Gräserpollen, Metallen, Chemikalien und Nahrungsbestandteilen – die Eigenschaft zu, Allergien auslösen zu können. Oder anders ausgedrückt: Diese Substanzen verfügen über das Potenzial, unser Abwehrsystem so zu irritieren, dass es sie versehentlich zum Feind erklärt – und radikal bekämpft.

Den Ursachen auf der Spur
Warum Menschen Allergien bekommen (und andere nicht), ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Grundsätzlich gehen Mediziner davon aus, dass man die Neigung zu Allergien in die Wiege gelegt bekommt. Sind beide Eltern Allergiker, liegt das persönliche Risiko, selbst eine Allergie zu bekommen, immerhin bei 40 bis 60 %. Neben der Veranlagung entscheiden offensichtlich auch die ersten Lebensjahre, in denen Kinder nach und nach mit Bakterien und Krankheitserregern konfrontiert werden und ihr Immunsystem aufbauen. Ein Zuviel an Hygiene kann hier dazu führen, dass sich das Immunsystem nicht entsprechend ausbildet. Übrigens: Dass gestillte Babys seltener an Allergien erkranken, ist bewiesen. Allerdings lässt dieser Schutz nach etwa ein bis zwei Jahren nach.

Unsere Umwelt wird immer aggressiver
Umweltgifte und Schadstoffe stehen auf jeden Fall in Verbindung mit der Entstehung von Allergien. Das beweist u.a. die hohe Erkrankungsquote von Kindern in städtischer Umgebung. Darüber hinaus produzieren gestresste Bäume aggressivere Pollen. Verbinden sich diese mit Dieselrußbestandteilen, lösen sie noch schneller und häufiger eine allergische Reaktion aus. Das macht deutlich, warum Allergiker unter Feinstaub besonders leiden.

Die Hormone spielen mit
Der hohe Anteil an Allergikerinnen gibt der Wissenschaft noch Rätsel auf. Interessante Erkenntnisse lieferte in diesem Zusammenhang ein Forscherteam, dass folgendes entdeckte: Junge Frauen mit unregelmäßigen Menstruationszyklen werden deutlich häufiger von Heuschnupfen und Allergien geplagt als Altersgenossinnen mit geregeltem Menstruationszyklus. Dies lässt auf einen Einfluss der weiblichen Sexualhormone schließen.

Zeit zum Handeln
Wenn Allergien nur leichte Symptome mit sich bringen oder das Allergen einfach zu meiden ist, können sich viele Betroffene ganz gut mit ihrem Leiden arrangieren. Doch manche Beschwerden sind anfangs harmlos, stellen später aber eine echte Belastung dar. Viele Allergiker leiden unter schweren gesundheitlichen Einschränkungen, die sogar lebensbedrohlich werden können. Zögern Sie daher nicht einen geeigneten Arzt aufzusuchen, wenn eine Allergie Sie in Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Lebensführung deutlich beeinträchtigt.

Gesunde Empfehlung für Allergiker
Verschiedene Aminosäuren, Vitamine und andere Mikronährstoffe können helfen, Allergien entgegenzuwirken und das Immunsystem auf Trab zu bringen. Erfahrene Ärzte nutzen vor allem die folgenden Substanzen, um – zugeschnitten auf den Patienten – einen individuellen Vitalstoffmix zusammenzustellen:

- Glutamin – wirkt Defekten in der Darmwand entgegen, durch die allergieauslösende Stoffe vermehrt in den Körper dringen können.
- Cystein – spielt eine Rolle bei der Bildung von Botenstoffen des Immunsystems.
- Methionin – fördert den Abbau von Histamin.
- Arginin – wird zur Abwehr von Viren benötigt.
- Vitamin A – leistet einen wichtigen Beitrag zu intakten Schleimhäuten.
- Vitamin C – eine der wichtigsten Substanzen für das Immunsystem.
- Vitamin E – zählt zu den Antioxidantien.
- Vitamin B6 – hat sich als hilfreich bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten erwiesen.
- Selen – übernimmt eine Schlüsselfunktion bei der Bekämpfung freier Radikale.
- Zink – ist für das Immunsystem unverzichtbar.

Fast jeder fünfte Deutsche ist Allergiker und es werden immer mehr. Vor allem Frauen sind betroffen.

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Rezeption
Tel.: 02291 - 6046

Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2017

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