Chlamydientest: Doppelt ist sicherer

Chlamydien sind kleinste Bakterien, die bei erwachsenen Menschen zu ernsthaften Erkrankungen führen können. Bei der Frau sind das z. B. Eileiterentzündungen oder -verklebungen, beim Mann Entzündungen der Harnröhre oder der Hoden. Zu den Spätfolgen zählen sogar rheumatische Gelenkentzündungen oder ein Befall der inneren Organe. Doch Chlamydien können auch zum vorzeitigen Blasensprung und zur Frühgeburt führen und bei der Geburt auf das Baby übertragen werden. Als Konsequenz sind Augen- entzündungen, Lungenentzündungen sowie körperliche und geistige Entwicklungsstörungen nicht auszuschließen.

Eine Untersuchung in der Frühschwangerschaft ist Standard

Bei den oben beschriebenen Auswirkungen wird schnell verständlich, warum eine routinemäßige Untersuchung auf Chlamydien im Rahmen der Mutter- schaftsvorsorge gesetzlich vorgeschrieben ist. Nur: Da Chlamydien sehr schwer nachweisbar sind und eine Infektion auch erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft erfolgen kann, stellt die Untersuchung in der Frühschwanger- schaft keinen lückenlosen Schutz dar. Deutlich verbessern kann man ihn durch einen weiteren Chlamydientest gegen Ende der Schwangerschaft. Dieser zweite Test gibt Ihnen mehr Sicherheit, dass eine eventuell erforderliche Behandlung rechtzeitig erfolgen kann bzw. für Sie und Ihr Neugeborenes kein Risiko besteht. Und damit haben werdende Mütter eine Sorge weniger!

Chlamydien
... sind sexuell übertragbar und betreffen nach neuesten Erkenntnissen in Deutschland ca. 1. Mio. Menschen. In den Industrienationen gelten Chlamydien als eine der häufigsten Infektionen, die dem Kind während der Geburt drohen können.

Neben den gängigen Untersuchungen umfasst die moderne Schwanger- schaftsvorsorge zusätz- liche Ultraschalls sowie einen Check auf MOM, Toxoplasmose, Diabetes und Steptokokken. Experten raten außerdem zu einem zweiten Chlamydien-Test.

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Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2017

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