Diabetes – die schleichende Gefahr

Prädiabetes: Ein unterschätztes Alarmsignal
Bei Diabetes mellitus ist der Körper nicht mehr in der Lage, ausreichend Insulin zu produzieren. Dieses Hormon benötigt der Körper, um Zucker, Eiweiß und Fett, gewonnen aus den Lebensmitteln, in die Muskelzellen zu transportieren. Der Blutzuckerspiegel ist also erhöht, meist im nüchternen Zustand, insbesondere aber nach den Mahlzeiten.

Die Medizin hat einen Richtwert definiert, ab dem man offiziell von Diabetes mellitus Typ 2 spricht. Was viele nicht wissen: Patienten bewegen sich in der Regel längere Zeit knapp unterhalb des Wertes und steuern regelrecht auf die Zuckerkrankheit zu. Die Blutzucker-Werte liegen nach den Mahlzeiten bereits leicht über dem Normalbereich und der Insulinspiegel ist ebenfalls leicht erhöht. Diese Phase bezeichnet man als Prädiabetes und lässt sich klar diagnostizieren. Schätzungen zufolge sind in Europa mehr als 60 Millionen Menschen von Prädiabetes betroffen – Tendenz steigend.

Risikofaktoren frühzeitig erkennen
Die Messung bestimmter Blutwerte, insbesondere Triglyzeride und des HDL-Cholesterin, können Aufschluss über einen bestehenden Prädiabetes (und damit über eine drohende Zuckerkrankheit) geben. Dafür sind Laboruntersuchungen notwendig.

Doch es gibt auch Früherkennungschecks, die Sie ohne den Arzt treffen können:

- Messen Sie Ihren Bauchumfang. Mehr als 90 cm bei Frauen und 100 cm bei Männern sind kritisch.

- Lassen Sie Ihren Blutdruck messen. Beträgt er mehr als 130/85, gilt dies als Risikofaktor.

- Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Nüchternblutzucker, am besten mit einem eigenen Blutzuckerbestimmungsgerät. Liegt der Wert über 110 mg/dl deutet dies auf einen Prädiabetes hin.

- Beantworten Sie sich drei wichtige Fragen: Bewegen Sie sich wenig? Hatten Sie früher schon einmal Diabetes, zum Beispiel in der Schwangerschaft? Liegt Diabetes in Ihrer Familie?

Schon einer bis zwei der oben genannten Aspekte sollten Sie zur regelmäßigen Früherkennung beim Arzt (vor allem einer Überprüfung der Blutwerte) motivieren. Viele Fachleute sprechen sich sogar grundsätzlich dafür aus, sich in regelmäßigen Abständen auf Prädiabetes untersuchen zu lassen.

Fett: Die Bedrohung Nummer 1
Renate, die eingangs erwähnte Patientin, glaubte sich gesund und vielseitig zu ernähren. Ihre überflüssigen Pfunde am Bauch stufte sie daher als harmlos und altersbedingt ein. Leider ist das Gegenteil der Fall: Überflüssiges Körperfett blockiert, gerade in größeren Mengen, massiv den Stoffwechsel. Die Muskeln nehmen immer weniger Blutzucker auf, die Bauchspeicheldrüse schüttet im Gegenzug immer mehr Insulin aus. Blutzucker und Blutdruck steigen an, bis nach einigen Jahren das so genannte Metabolische Syndrom entsteht: eine Fettstoffwechselstörung mit schlechten Cholesterinwerten, Bluthochdruck und Diabetes Typ 2. Diese Faktoren können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Die Bedrohung für den Körper ist damit enorm, insbesondere das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkte steigt um ein Vielfaches.

Bewegung und Ernährung: Das A und O im Kampf gegen Diabetes
Früherkennung wird von manchen Menschen als lästig empfunden. Gerade bei der Erkennung des Prädiabetes ist sie jedoch mit einer großen Chance verbunden: Durch regelmäßige Bewegung, eine Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion können Gefäßschäden, Folgeschäden und der Ausbruch des Typ-2- Diabetes vielfach verhindert werden. Das wiederum bedeutet ein großes Plus an Lebensqualität bis ins hohe Alter – durch mehr Wohlbefinden und Vermeidung schwerwiegender Folgeerkrankungen. Unsere Empfehlung deshalb: Achten Sie auf sich und sprechen Sie frühzeitig mit uns, vor allem bei deutlichem Bauchfett und beginnendem Bluthochdruck.

Renate ist 62 Jahre alt und, das ist seit dem letzten Arztbesuch klar, erkrankt an Diabetes Typ II. Für die aktive Frau war die Diagnose ein Schock. Doch die Zuckerkrankheit ist nicht von heute auf morgen entstanden.

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Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2017

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