10 Fragen an den Osteoporose-Spezialisten

1. Was passiert bei Osteoporose?
Die Knochendichte nimmt so stark ab, dass sich das Risiko eines Knochenbruches drastisch erhöht – insbesondere an Schenkelhals, Vorderarm und Wirbelkörpern. Dies kann gerade im höheren Lebensalter mit gefährlichen Komplikationen verbunden sein.

2. Warum werden die Knochen brüchiger?
Knochen haben einen eigenen Stoffwechsel: Ständig wird Substanz ab- und aufgebaut. In jungen Jahren (bis ca. Anfang 30) nehmen die Knochen in der Summe an Masse zu. Mit steigendem Alter überwiegt jedoch der Knochenabbau, bei Osteoporose-Erkrankten in überdurchschnittlich starkem Maße.

3. Welche Formen von Osteoporose gibt es?
Am weitesten verbreitet ist die primäre Osteoporose. Sie tritt bei Frauen ab der Menopause und im Alter auf. Von sekundärer Osteoporose spricht man, wenn äußere Faktoren zur Erkrankung beigetragen haben, wozu ein gestörter Hormonstoffwechsel, eine Schilddrüsenüberfunktion oder die Einnahme bestimmter Medikamente zählen. Auch wenn Nährstoffe wie Calcium oder Vitamin D im Magen-Darm-Trakt nicht richtig aufgenommen werden, kann eine Osteoporose die Folge sein.

4. Welche Rolle spielen Vitamin D und Calcium?
Calcium wird als „Baustein“ in den Knochen eingelagert. Dafür benötigt der Körper Vitamin D. Dieses Vitamin bildet unser Organismus unter Einfluss der Sonneneinstrahlung – im Winter also häufig nicht in ausreichender Menge. Doch am Knochenstoffwechsel sind noch weitere Substanzen beteiligt – u.a. Zink, Magnesium, Vitamin C, Kupfer, Mangan und Folsäure.

5. Ist Osteoporose vererbbar?
Ja, es besteht eine genetische Veranlagung. Wenn Ihre Eltern oder mehrere Personen im näheren Verwandtenkreis an Osteoporose erkrankt sind, besteht auch für Sie ein erhöhtes Risiko.

6. Warum sind so viele Frauen betroffen?
Grundsätzlich gibt es auch männliche Erkrankte. Die Zahl der Patientinnen ist jedoch weitaus höher, weil die hormonelle Situation der Frau die Entstehung einer Osteoporose begünstigen kann. Häufig tauchen konkrete Probleme nach den Wechseljahren auf, weil dann der sinkende Östrogenspiegel den Knochenstoffwechsel spürbar beeinträchtigen kann.

7. Kann ich mein persönliches Osteoporose-Risiko beeinflussen?
Ja, durch regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und den weitgehenden Verzicht auf Nikotin und Alkohol lässt sich das Risiko senken. Positiv kann sich auch auswirken, wenn die Geschlechtshormone ausbalanciert werden. Dies gilt zum Beispiel, wenn die Wechseljahre sehr früh einsetzen und es an Östrogen mangelt.

8. Wie sieht die ideale Osteoporose-Vorbeugung aus?
Ideal wäre, schon bei Kindern auf eine Calcium- und Vitamin D-reiche Ernährung sowie regelmäßige sportliche Betätigung zu achten. Ab etwa dem 40. Lebensjahr sollte dann regelmäßig die Knochendichte gemessen werden. Für Frauen empfiehlt es sich, gemeinsam mit uns einen individuellen Vorsorgeplan zu entwickeln.

9. Auf welche Warnsignale muss ich achten?
Wichtig: Es gibt keine Frühsymptome oder Warnzeichen! Knochenschmerzen, insbesondere im Rückenbereich, sind ein typisches Symptom, ebenso Knochenbrüche ohne große Krafteinwirkung. Vorsicht ist auch geboten, wenn Ihre Körpergröße sich verändert und Sie kleiner werden. Diese Symptome deuten häufig auf eine bereits fortgeschrittene Osteoporose hin.

10. Wie wird Osteoporose diagnostiziert?
Durch eine unkomplizierte Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) z. B. in Ihrer gynäkologischen Praxis. Bei der DEXA Messung beispielsweise wird die Knochendichte an Wirbelsäule und Oberschenkelhals erfasst. Sehr aussagekräftig ist auch die qualitative Ultraschallmessung. Die ermittelten Werte werden mit den Normwerten Ihrer Altersgruppe verglichen. So lässt sich feststellen, ob eine Abweichung vorliegt – und wenn ja, in welchem Ausmaß. Ist eine Therapie erforderlich, helfen weitere Messungen, den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Über Einzelheiten informieren wir Sie gern.

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Praxis Dr. med. E. Leißling Dr. med. H. Feuerstein • Kaiserstr. 45 • 51545 Waldbröl | © 2017

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